Ein „Impuls“ für die ALLER-ZEitung in Gifhron zum Wochenende vom 14.-16. Juni 2019

Honig-Worte

Ich mag Honig. Sie auch? Am liebsten esse ich den Honig mit einer Portion Joghurt. Angeblich ist das die Speise der Götter um Zeus und Hera, Merkur und Hermes im antiken Griechenland gewesen. Weil zwei Bekannte von mir ganz neu als Imker angefangen haben, ist mein Interesse an Bienen neu angeregt worden. Deshalb habe ich in der Presse aufmerksam verfolgt, wie ein Volksbegehren zum Thema „Bienen“in Bayern Erfolg hatte. .Welche bedeutsame Rolle Bienen spielen, ist spätesten dann klar, wenn man erfährt, das bis zu 90% aller Obst und Gemüsesorten auf Bestäubung – insbesondere durch Bienen – angewiesen sind. Nun gibt es – aufschreckt durch das massive Artensterben – schon seit zwei, drei Jahren Bemühungen, uns als Bevölkerung dafür zu sensibilisieren. Es werden kleine Tütchen mit Saatgut verschenkt, darin Blumen- und Kräutersaat, die, wenn ausgesät und aufgegangen, Bienen als auch andere Insekten anlocken. Die Rechnung geht auf – ich konnte in diesem Frühjahr bereits Bienen beobachten, die die entsprechenden blühenden Blumen besuchten, unverdrossen hin- und her flogen und Nektar schöpften. Schön ist das anzusehen und anzuhören! Ich bin auf alle Fälle für solche Saat-Aktionen. Ich freue mich über jeden neuen Bienenschwarm. Sicher auch, weil ich so gerne Honig esse. Als Pastor gehört es zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, täglich in der Bibel zu lesen. So fällt dann mein Augenmerk auch auf Bibelstellen, in denen von Honig die Rede ist. Johannes der Täufer zum Beispiel ernährte sich von Honig (und Heuschrecken, ich staune!) Manches mehr ist in der Bibel zu finden. So auch ein Spruch aus der Weisheit des alten Orients: „Freundliches Reden ist süß wie Honig und gut für die Knochen des Menschen“. Das Wort passt im doppelten Sinne: Honig ist süß und nachgewiesener Weise gesund für Leib und Seele – sogar antibiotische Stoffe sind enthalten! Auch auf der Vergleichs-ebene kommt es hin: Freundliches Reden tut gut. Es baut einen Menschen auf. Völlig klar, das es dabei um echte Anerkennung geht und nicht darum, einen anderen Menschen Honig um den Bart zu schmieren. Ich wünsche es Ihnen heute wenigstens ein paar freundlich an Sie gerichtete Worte zu hören!

2018-08-05 15.18